Oracle 10g RAC Datenbank unter Grid Infrastructure 11.2 und Oracle Enterprise Linux 6U1 64Bit

Ja, die Überschrift ist schon abschreckend!
Aber da ich, wie bereits in einem anderen Blog beschrieben, nun mal eine RAC Umgebung (11.2.0.3) mit der neuesten Grid Infrastruktur habe und eine 10g RAC Umgebung brauchte, habe ich einfach mal probiert und das ist dabei herausgekommen:
Es gibt von Oracle immer noch keine Aussage über die Zertifizierung von Oracle 10g und 11g für Oracle Linux 6. Aber in der Certification Matrix heißt es: “Linux 5 Update 4 or greater” – ist denn nicht Linux 6 größer als Linux 5? Also los:

Bevor mit der Installation der 10.2.0.1 und dann der 10.2.0.5 begonnen werden kann, müssen einige zusätzliche 32 Bit (!) Linux Pakete installiert werden, die bei der Version 11.2 nicht mehr notwendig sind. Dazu gehören:

  • Zum späteren Relink einiger Programme:
    glibc-devel-2.12-1.25.el6.i686.rpm
  • Für den Universal Installer selbst:
libXau-1.0.5-1.el6.i686.rpm 
libxcb-1.5-1.el6.i686.rpm 
libX11-1.3-2.el6.i686.rpm 
libXext-1.1-3.el6.i686.rpm 
libXp-1.0.0-15.1.el6.i686.rpm 
libICE-1.0.6-1.el6.i686.rpm 
libuuid-2.17.2-12.el6.i686.rpm 
libSM-1.1.0-7.1.el6.i686.rpm 
libXt-1.0.7-1.el6.i686.rpm 
libXi-1.3-3.el6.i686.rpm 
libXtst-1.0.99.2-3.el6.i686.rpm

Glücklicherweise befinden sich alle diese Pakete auf der aktuellen Linux 6 DVD.

Danach kann die Version 10.2.0.1 installiert werden, allerdings nur mit der Option “-IgnoreSysPrereqs”, so dass eine Validierung des Betriebssystems nicht stattfindet. Die Clusterware wird an dieser Stelle nicht erkannt, aber die Software wird trotzdem automatisch auch auf dem zweiten Knoten installiert.

% runInstaller -IgnoreSysPrereqs

Als nächstes kann das Patch 10.2.0.5 installiert werden: Hier wird die Option “-IgnoreSysPrereqs” nicht benötigt, da die 10.2.0.5 tatsächlich Linux 6 als gültiges Betriebssystem akzeptiert! Auch die Clusterware wird jetzt erkannt und die Software automatisch auf dem zweiten Knoten installiert.

Datenbank erstellen

Bevor als Nächstes die Datenbank erstellt werden kann, müssen die Hosts im CRS “gepinnt” werden. Dies ist eine notwendige Vorgabe bei der Verwendung von Oracle 10g Datenbanken mit der 11g Grid Infrastructure (siehe auch “RAC: Frequently Asked Questions [ID 220970.1]”). Der Befehl muss als Root-User mit der entsprechenden Grid Umgebung ausgeführt werden.

# olsnodes -t -n
asterix 1       Unpinned 
obelix  2       Unpinned
# crsctl pin css -n asterix obelix 
CRS-4664: Node asterix successfully pinned. 
CRS-4664: Node obelix successfully pinned.

Jetzt wird, z.B. mit dem Database Configuration Assistant (dbca) die Datenbank aufgebaut.

Leider kann die 10g nicht mit dem Scan-Listener arbeiten, d.h. der Zugriff über den SCAN-Hostnamen ist nicht möglich. Aber dafür haben wir ja immer noch die guten alten VIP-Adressen und mit denen ist auch ein Failover bzw. ein Load-Balancing realisierbar.

Viel Spaß beim Ausprobieren und über Feedback würde ich mich, wie immer, freuen.

 

 

About Carajandb

I'm an Oracle professional for more than 20 years and founder of CarajanDB. As you can see because of the layout of my blog one of my hobbys is Kiting - and esp. Indoorkiting.
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